Alle Beiträge von Sofia Schmidberger

Mythen und Märchen: Jahreskonzerte 2024

Nicht nur das Wort, sondern auch die Musik kann Geschichten erzählen – von mutigen Helden, Kindheitserinnerungen, gewaltigen Naturlandschaften, düsteren Zeitaltern oder exotischen Ländern. Dieses eindrucksvolle Erlebnis wurde am vergangenen Wochenende den Zuhörerinnen und Zuhörern im ausverkauften Dachauer Schloss zuteil. Unter der Leitung von Michael Meyer präsentierten das Sinfonische Blasorchester sowie die Stadtjugendkapelle und die StadtjugendKIDS am 16. und 17. März 2024 ein anspruchsvolles und unterhaltsames Programm mit dem Motto „Mythen und Märchen“. Moderator Dominik Härtl begleitete das Publikum gewohnt humorvoll und informativ durch beide Konzerte, an deren Ende sich kleine und große Musiker über begeisterte Standing Ovations freuen durften. 

Die erste Vorsitzende Henriette Varga empfing das Publikum am Samstag Abend zunächst mit einer kunstvoll gereimten Begrüßungsrede, bevor die Stadtkapelle Dachau das Konzert mit „The Witch and the Saint“ eröffnete. Geschrieben von Steven Reineke, erzählt das Stück die mittelalterliche Sage von Zwillingsschwestern mit hellseherischen Kräften. Während diese der frommen Helena als göttliche Gabe ausgelegt werden, droht Sibylla deswegen die Verurteilung als Hexe auf dem Scheiterhaufen. Zarte Melodien aus dem Holzregister, grollende Klänge aus dem tiefen Blech und die bewegten Rhythmen des Schlagwerks zeichneten dabei die kontrastreiche Geschichte beider Schwestern, die ein klanggewaltiges und dramatisches Ende nahm. 

Nach diesem furiosen Auftakt machte es sich Dominik Härtl in dem pink-türkisen Ohrensessel bequem, auf den er seine Garderobe an beiden Tagen perfekt abgestimmt hatte. Mit großartiger Erzählerstimme las der Moderator „Szenen aus: Max und Moritz“, dem bekannten Werk von Wilhelm Busch vor, in dem es heftiger zur Sache geht, als das so mancher in Erinnerung hatte. Komponist Mario Bürki stellt in seiner Vertonung der Streiche alle Instrumente einmal solistisch in den Vordergrund, um das Gackern von Witwe Boltes Hühnern, die explodierende Pfeife von Lehrer Lämpel, krabbelndes Ungeziefer im Bett von Onkel Fritz, aber auch die unerbittlich mahlende Mühle, die das Treiben der bösen Buben schlussendlich beendet, hör- und erlebbar zu machen. Die Darbietung des anspruchsvollen Stücks durch das Sinfonische Blasorchester und der Klang von Dominik Härtls Stimme verschmolzen dabei zu einer perfekten Einheit, die bei vielen im Publikum großen Eindruck hinterließ.

Sowohl das letzte Stück vor,  als auch das erste Stück nach der Pause entführten die Zuhörer daraufhin  in die Welt der griechischen Mythologie. Der japanische Komponist Satoshi Yagisawa erzählt in „Perseus“ von den Abenteuern des furchtlosen Halbgottes. Nicht nur thematisch war von turbulenten Kampfszenen bis hin zur träumerischen Romanze alles fürs Ohr geboten – die Musikerinnen und Musiker ließen neben ihren Instrumenten auch ihre Stimmen erklingen und untermalten Teile des Stücks mit gefühlvollem Chorgesang. Ein überraschender und gleichzeitig wunderschöner Effekt, durch den Perseus bestimmt noch etwas tiefer unter die Haut ging. 

Auch Rossano Galante widmet sich in „Lexicon of the Gods“ der griechischen Sagenwelt. Um bei all den Helden und Göttern nicht den Überblick zu verlieren, hat er in drei Sätzen musikalische Portraits von Perseus, Penthos und Zeus gezeichnet. Untermalt von stimmungsvollen Lichtwechseln lies die Stadtkapelle zunächst den Kampf gegen die Medusa als heroisches Thema voller Dynamik erklingen, bevor das Holz den Saal im zweiten Satz mit dem leisen, schmerzlichen Geist der Trauer und der Klage erfüllte. Den Abschluss machte der Blitze schleudernde Göttervater, dessen Kraft und Stärke das Orchester dann wieder zu seiner vollen Klanggewalt mit treibender Rhythmik und energiegeladenen Bläsern anwachsen lies. 

Dass es auch ohne literarische oder filmische Vorlagen mystisch und verzaubernd werden kann, stellte „Alpina Saga“ aus der Feder von Thomas Doss unter Beweis. In seiner leidenschaftlichen Hommage an die Bergwelt kehrt das musikalische Thema in immer neuer Gestalt wieder – mal als unerschütterliche Naturgewalt, dann wieder geheimnisvoll leise und sphärisch. Die Musikerinnen und Musiker ließen so Bilder von durch die Wälder ziehendem Nebel, grünen Almwiesen und Wanderern in schwindelerregenden Höhen vor dem inneren Auge entstehen. Am Ende zelebrierten die Hörner und Euphonien mit Fanfaren den gelungenen Auf- und Abstieg, bevor Dirigent Michael Meyer das Orchester mit bemerkenswerter Souveränität zum triumphalen Schlussakkord führte. 

Zum Abschluss des offiziellen Programms lud die Stadtkapelle mit der Filmmusik aus „Harry Potter und der Feuerkelch“ von Patrick Doyle in die magische Welt des wohl bekanntesten Zauberers unserer Zeit ein. Das Sinfonische Blasorchester schöpfte die emotionale Bandbreite der Geschichte mit seinen Instrumenten kunstvoll aus: Flöten, Klarinetten, tiefes Holz und Hörner transportierten in ruhigen, harmonischen Akkorden die Geborgenheit von Hogwarts in Harrys schönen, unbeschwerten Momenten. Die düsteren, fast beklemmenden Passagen des tiefen Blechs kündigten die bedrohliche Rückkehr von Lord Voldemort an und jagten den Zuhörern kalte Schauer über den Rücken. Doch alles ging gut aus: bei der fröhlich beschwingten Hogwarts-Hymne am Ende des Stücks klatschte das Publikum begeistert mit und bald darauf standen nicht nur die Musikerinnen und Musiker, sondern auch der ganze Saal. Das Publikum überschüttete das Orchester und seinen Dirigenten mit so tosendem Applaus, begeisterten Rufen und Getrampel, dass es zu nicht nur zu einer, sondern gleich mehreren Zugaben kommen konnte. 

Mit dem Publikumsliebling „Around the World in 80 Days“ von Otto M. Schwarz reiste die Stadtkapelle Dachau noch einmal um die Welt, bevor sie ihre Gäste mit drei letzten Rausschmeißern verabschiedete. Die Titelmelodien der Fernsehserien „Die Schlümpfe“, „Pinocchio“ und „Der Pumuckl“ versorgten als finaler Abschluss alle mit guter Laune und einem Ohrwurm für den Nachhauseweg. 

Aber nicht nur das Sinfonische Blasorchester bescherte dem Publikum an diesem Wochenende musikalische Genussmomente – auch die Stadtjugendkapelle und -KIDS stellten in der ersten Konzerthälfte am Sonntag eindrucksvoll ihr Können unter Beweis. Zusammen mit ihrem Dirigenten Michael Meyer schickten sie in „Superspy“ Spezialagenten auf geheime Missionen und entzündeten ein bewegendes „Leuchtfeuer“. Wie die beiden Orchestersprecherinnen Luise Noçon und Paula Egger in ihrer Moderation erzählten, symbolisierte dieses Stück nicht nur die Leuchttürme, die Seefahrern in alten Sagen den Weg weisen, sondern auch die persönlichen Vorbilder, die diese Aufgabe im Alltag der Kinder und Jugendlichen übernehmen.

Wie die Großen bekam auch das Nachwuchsorchester Unterstützung von Dominik Härtl, mit dem es im Wechsel aus Text- und Musikpassagen das Märchen „Das tapfere Schneiderlein“ erzählte. In „Irish Dream“ erweckten die Jungmusikerinnen und -musiker mit verträumten Melodien die grüne Landschaft und die zerklüfteten Küsten der sagenumwobenen Insel zum Leben. Mit der traurigen Sehnsucht nach Familie und Heimat begann zunächst „The Little Magyar“  diese Stimmung hielt jedoch nicht lange an, denn die Stadtjugendkapelle und die StadtjugendKIDS ließen den kleinen Ungar immer ausgelassener und fröhlicher tanzen. So entwickelte sich das Stück zu einem rasanten Czárdás, der dem Publikum begeisterten Applaus entlockte. Mit der Zugabe „Baby Shark“ machte der Nachwuchs noch einmal richtig Stimmung im Saal, bevor nach der Pause das Sinfonische Blasorchester auf der Bühne Platz nahm und den schönen Nachmittag fortführte. 

Wie auch schon am Abend zuvor bedankte sich Henriette Varga am Ende des Konzertes bei allen helfenden Händen hinter den Kulissen, ohne die eine solche Veranstaltung kaum zu stemmen wäre. Die gute Organisation und die ausgezeichnete musikalische Leistung beider Orchester sorgten auch in diesem Jahr wieder für eine überwältigende Resonanz des Publikums, welche die die Musikerinnen und Musiker und Michael Meyer unglaublich stolz machte. So ging das märchenhafte Konzertwochenende voller schöner Momente für den Verein und sein Publikum zu Ende.

Sofia Schmidberger, März 2024

Musikerleistungsabzeichen: Feierliche Ehrung im Dachauer Schloss

Im feierlichen Rahmen des Schlosskonzerts wurden am Sonntag, den 17. März die Musikerinnen und Musiker geehrt, die im vergangenen Jahr erfolgreich die Prüfungen für ein Musikerleistungsabzeichen des Bayerischen Musikbundes abgelegt hatten. 

„Wir sind sehr stolz auf euch, dass ihr euch dieser Herausforderung gestellt habt“, so die beiden Jugendleiterinnen Vanessa Söllner und Iris Lindner. „Sowohl für die Theorie als auch Praxis muss man sich wirklich gut vorbereiten. Von Tonleitern auswendig lernen über Rhythmusdiktate bis hin zum Bestimmen von Intervallen und Musikepochen werden die musiktheoretischen Kenntnisse ausführlich geprüft. Und für das präzise Spielen der anspruchsvollen Vortragsstücke heißt es natürlich immer wieder: üben, üben, üben. All das habt ihr geschafft – es ist wirklich eine großartige Leistung, für die wir euch heute ehren möchten.“

Dass auch in diesem Jahr 15 Musiker und Musikerinnen aus den Reihen der Stadtkapelle Dachau bestanden haben, beweist nicht nur ihre hohe Motivation, sondern auch die ausgezeichnete musikalische Qualität, die jeder von ihnen an seinem Instrument zum Gesamtklang des Blasorchesters beiträgt. Nach dem feierlichen Überreichen der Urkunden und Anstecknadeln ernteten die jungen – und auch die schon etwas älteren 😉 – Musiker zu Recht großen Applaus und Anerkennung.

Das Musikerleistungsabzeichen D1 in Bronze haben bestanden: Kilian Bandt (Tuba), Sebastian Englmann (Saxophon), Zoraya Gentzsch Garcia (Querflöte), Leah Giesen (Saxophon), Amelie Grell (Querflöte), Marie Hempelt (Querflöte), Jakob Hornauer (Klarinette), Tamara Kleisinger (Saxophon), Thomas Schenk (Fagott), Anni Fee Woche (Saxophon).

Das Musikerleistungsabzeichen D2 in Silber haben bestanden: Mathieu Front (Schlagzeug), Raphaël Front (Posaune), Tobias Hielscher (Euphonium), Julian Niedermayer (Schlagzeug), Theodor Sellschopp (Trompete).

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Sofia Schmidberger, März 2024

 

Sinfonisches Blasorchester: Probenwochenende 2024 in Alteglofsheim

Das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Dachau ist mit dem alljährlichen Probenwochenende in das musikalische Jahr 2024 gestartet. 78 Musiker und Musikerinnen, zwei Dirigenten und zwei Dozenten verbrachten das vergangene Wochenende vom 26. bis 28. Januar in der Bayerischen Musikakademie Alteglofsheim, um sich gemeinsam auf die Jahreskonzerte unter dem Motto „Mythen und Märchen“ vorzubereiten. 

Das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Dachau beim Probenwochenende 2024 in der Bayerischen Musikakademie Alteglofsheim

Die intensive Probenarbeit begann am Freitag Abend mit der ersten Gesamtprobe, bei der Dirigent Michael Meyer seinen Freund und Studienkollegen Thomas Ratzek als Gastdirigenten vorstellte. Dieser hatte das SBO auch beim Probenwochenende 2020 schon begleitet und beide Seiten freuten sich sehr über die erneute Zusammenarbeit.

Nach einem ersten Eindruck von den herausfordernden Stücken und dem aktuellen Stand des Orchesters griff Thomas Ratzek schließlich selbst zum Taktstock und bereicherte die Probe neben wertvollen Impulsen zu Atmung, Phrasierungen und Emotionen auch mit viel Motivation und Humor. So forderte er beispielsweise die Schlagzeuger auf, dem tiefen Blech doch mal ordentlich in den Hintern zu treten – natürlich nur musikalisch! Die gute Stimmung während der ersten erfolgreichen Probe setzte sich anschließend beim gemütlichen Beisammensein im Kapellenstüberl fort und die Musikerinnen und Musiker ließen den Abend mit Getränken, guten Gesprächen und viel Spaß ausklingen. 

Am Samstag standen der Vormittag und der Nachmittag ganz im Zeichen von Registerproben. In den imposanten Sälen des historischen Schlosses arbeiteten die einzelnen Instrumentengruppen unter der Anleitung von erfahrenen Dozenten an den schwierigen technischen Stellen des Konzertprogramms. Dies verlangte sowohl den Dozenten als auch den Musikern viel Ausdauer und Konzentration ab, doch wie immer gab es auch viel Zeit für Spaß und zum Lachen. Zum Beispiel, wenn wieder einmal ein verschämter Nachzügler den Probenraum mit den Worten „Entschuldigung, ich habe mich verlaufen“ betrat – in jedem anderen Jahr eine faule Ausrede, in Alteglofsheim dank der langen, verschachtelten Laufwege ein durchaus legitimer Grund. 😉

Bei der Gesamtprobe am Abend wurden die einzelnen Register schließlich wie ein harmonisches Puzzle wieder zu einem vollständigen Klangbild zusammengesetzt. Vor allem bei den beiden anspruchsvollsten Stücken „Lexicon of the Gods“ und „Max und Moritz“ war eindrucksvoll zu hören, wie sehr sich die harte Arbeit gelohnt hatte. Sowohl Michael Mayer als auch Thomas Ratzek lobten die Musikerinnen und Musiker für den großen Fortschritt: „Ihr seid ein tolles Orchester mit einem wahnsinnigen Klang. Es ist wirklich der Hammer, was ihr da abliefert.“

Gesamtprobe des SBO unter der Leitung von Michael Meyer

So waren sich um 22 Uhr alle einig, dass sie es nach dem anstrengenden, aber effektiven Tag verdient hatten,  in den geselligen Feierabend zu starten. Das Wochenende wurde dann am Sonntag Vormittag mit einer letzten gemeinsamen Probe beendet, bevor sich alle Musiker nach dem Mittagessen in den ersten Strahlen der Frühlingssonne wieder auf den Heimweg machten.

In den kommenden Wochen wird das Orchester weiter am Programm arbeiten, um diesem den perfekten musikalischen Feinschliff zu geben.

Der Kartenvorverkauf für die Jahreskonzerte am 16. und 17. März läuft ab 27. Februar direkt über die Stadtkapelle und die aktiven Musiker. Reservierungen können per Mail an karten.stadtkapelledachau@gmail.com geschickt werden.

Sofia Schmidberger, Januar 2024

Musik für den guten Zweck – Kirchenkonzert 2023

Am Samstag, den 25. November 2023 um 19:00 Uhr lädt das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Dachau alle herzlich dazu ein, bei einem Benefizkonzert in der Kirche Mariä Himmelfahrt (am Heideweg 3, 85221 Dachau) harmonische Klänge zu genießen.

Der Eintritt ist frei und es müssen keine Karten erworben werden. Wir freuen uns stattdessen über zahlreiche Spenden, die zu 100% der Asyl- und Migrationsberatungsstelle der Caritas in Dachau zugutekommen.

Unser musikalischer Leiter Michael Meyer hat zu diesem Anlass ein klangvolles Konzertprogramm zusammengestellt. Neben einigen Werken, die den Gesamtklang des Sinfonischen Blasorchesters eindrucksvoll zur Geltung bringen, wie der Aria von Robert Finn, stehen in diesem Jahr zahlreiche Solisten im Vordergrund und präsentieren in einer vielfältigen Stückauswahl ihr Talent an verschiedenen Instrumenten. 

In Erinnerungen schwelgt unsere Solistin Linda Schenk am Euphonium bei Memory von Rob Ares. Den tänzerischen Karneval von Venedig von Jean-Baptiste Arban präsentiert Michael Nauderer an der Trompete. Schnelle Kadenzen und fliegende Finger gibt Jonas Hellberg am Altsaxophon beim Pequeña Czarda von Pedro Itturalde zum Besten. Außerdem ist Elisabeth Wagner am Gesang zu hören bei Ich gehör nur mir aus dem Musical Elisabeth.

Wir freuen uns auf einen schönen Abend mit  zahlreichen Zuhörern und Zuhörerinnen und darauf, auch in diesem Herbst mit Musik gemeinsam Gutes zu bewirken. 

Auf geht’s zur Wiesn: Trachten- und Schützenzug 2023

Am ersten Oktoberfestwochenende nahm die Stadtkapelle in diesem Jahr zum vierten Mal am traditionellen Trachten- und Schützenzug teil. Bei strahlendem Sonnenschein marschierten die Musikerinnen und Musiker beim längsten Umzug des Jahres von der Maximilianstraße bis zur Theresienwiese. 

Stadtkapelle ist beim Wiesnumzug mit über 60 Musikern dabei

Nach 2017, 2019 und 2022 hatte die Stadtkapelle in diesem Jahr zum vierten Mal die Ehre, an diesem besonderen Wiesn-Highlight teilzunehmen und mit zahlreichen Trachten- und Schützengruppen, Musikkapellen, Spielmanns- und Fanfarenzügen, Brauerei-Gespannen und Festkutschen durch München zu ziehen.

Aufstellung im Lehel – allen voran die Fähnriche

So machten sich am Sonntag, den 17. September um 08:29 Uhr alle Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit der S-Bahn auf den Weg, um pünktlich zur Aufstellung im Lehel zu sein. Bis es dann losging, wurde die Wartezeit mit dem ein oder anderen Marsch überbrückt und zum Spaß einmal eine alternative Aufstellung mit kreuz und quer verteilten Instrumenten ausprobiert. 

Um 12 Uhr mittags setze sich dann bei perfektem Wetter schließlich der Zug in Bewegung und die 65 Musiker:innen sowie ihr Dirigent Michael Meyer und drei Fähnriche samt Fahne marschierten los. Sieben Kilometer ging es vorbei an der Feldherrenhalle am Odeonsplatz, über den Stachus und die Sonnenstraße bis zur Theresienwiese, wo überall tausende  Besucher begeistert winkten und mitklatschten.

Das Warten hat ein Ende – Endlich geht’s los für die Zugnummer 48a

Auf dem Oktoberfest angekommen, spürten alle Musiker:innen das vertraute Gefühl von Freude, Stolz und Erleichterung, es wieder einmal geschafft zu haben. Dieses nach wie vor besondere Erlebnis ließen sie den Nachmittag über bei einer wohlverdienten Maß und einem Hendl im Augustiner Zelt ausklingen. 

Sofia Schmidberger, September 2023

Dachauer Volksfest 2023: Fest- und Kinderumzug

Am vergangenen Wochenende war es soweit – endlich wieder Dachauer Volksfest. Die Stadtkapelle marschierte in diesem Jahr sowohl beim traditionellen Festzug, als auch beim Kinderumzug mit und sorgte für einen stimmungsvollen musikalischen Start in die schönste Zeit des Jahres. 

Gruppenbild vor dem Festzelt

Wie es seit einigen Jahren Tradition ist, trafen sich die Musiker und Musikerinnen am Samstag, den 12. August bereits vor dem Umzug zum Weißwurstfrühstück im Vereinsheim, bevor sie anschließend gemeinsam zur Aufstellung in die Dachauer Altstadt marschierten. Auch in diesem Jahr lag eine Menge Vorfreude in der Luft, als die Stadtkapelle beim Standkonzert am Rathausplatz die ersten Marschmelodien erklingen ließ. 

Einstimmung beim Weißwurstfrühstück

Aufstellung in der Altstadt

Anschließend machten sich die zahlreichen Trachtler, Schützen, Kapellen, Brauerei-Gespanne und Kutschen auf den Weg zur Festwiese. Zahlreiche begeisterte Besucher jubelten den Musikerinnen und Musikern bei strahlendem Sonnenschein zu, als diese mit dem „Bozner“, dem „Gruß an Würzburg“ oder dem „Regimentsgruß“ an ihnen vorbei zogen. Angeführt wurden sie dabei von ihrer wunderschönen Vereinsfahne und dirigiert von Christoph Hecken. So kamen alle bestens gelaunt im Großen Zelt auf der Festwiese an, wo Oberbürgermeister Florian Hartmann schließlich das erste Fass anzapfte und damit das Volksfest offiziell eröffnete.

Stolz marschiert die Stadtkapelle durch die Dachauer Altstadt

Direkt am nächsten Tag (Sonntag, 13.8.) fand in diesem Jahr endlich wieder der bayernweit einmalige Kinder- und Märchenumzug statt. Auch hier sorgte die Stadtkapelle mit ihren Märschen für eine schöne musikalische Begleitung, während rund 500 verkleidete Kinder auf bunten Wägen, geschmückten Kutschen oder zu Fuß durch die Stadt zogen. Auf dem drei Kilometer langen Umzug floss dank der sommerlichen 30 Grad wohl bei allen Teilnehmenden der Schweiß, doch bei den zahlreichen strahlenden Gesichtern der Kinder und Besucher war die Anstrengung schnell vergessen. Nach Ende des Umzugs belohnten sich die Musiker und Musikerinnen im Festzelt mit einer kühlen Maß oder einer Flasche Spezi – glücklich über den gelungen Volksfestauftakt und musikalisch eingestimmt auf das Volksfest 2023. 

Sofia Schmidberger, August 2023

Schülervorspiel der Blechbläser:Innen von Nicola Hahn

Am Samstag, den 29. April 2023 fand erneut ein Schülervorspiel der InstrumentalschülerInnen von Nicola Hahn in der Aula der Grund- und Mittelschule Bergkirchen statt. Diesmal durften die BlechbläserInnen ihr Können zeigen und präsentierten tolle Leistungen an Posaune, Euphonium und Tuba. 

Instrumentallehrerin Nicola Hahn (links) und ihre SchülerInnen an den Blechblasinstrumenten

Begleitet am Klavier oder zu zweit im Duett wurden die musikalischen Erfolge hörbar, die die SchülerInnen im Unterricht  – und natürlich durch fleißiges Üben – erarbeitet hatten. Den Gästen und anwesenden Eltern boten die NachwuchsmusikerInnen ein buntes Programm von Klassik bis Moderne. Dabei konnten sie wertvolle neue Auftrittserfahrung sammeln und wurden im Anschluss natürlich mit viel Applaus belohnt.

Wir danken Nicola Hahn für ihr Engagement und die Organisation dieses kurzweiligen musikalischen Samstagvormittags. 

Sofia Schmidberger, April 2023

Jahreskonzerte 2023 – Wünsche werden wahr

Hinter den Musikerinnen und Musikern der Stadtkapelle Dachau und ihrem Dirigenten Michael Meyer liegt ein rundum gelungenes und erfolgreiches Konzertwochenende. Ganz nach dem diesjährigen Motto „Wunschkonzert“ wurden am 25. und 26. März im ausverkauften Dachauer Schloss kleine und große Wünsche wahr. Sowohl das Sinfonische Blasorchester als auch der musikalische Nachwuchs der Stadtjugendkapelle und der StadtjugendKIDS begeisterten das Publikum mit einem kurzweiligen Programm auf eindrucksvoll hohem Niveau. 

Den besonderen Hintergrund des Mottos erläuterte die erste Vorsitzende Henriette Varga in ihrer Begrüßungsrede: Für die Stückauswahl wurden von den Musiker:innen 52 Stücke in 89 verschiedenen Arrangements unter die Lupe genommen, bis dabei schließlich das Programm ihres eigenen „Wunschkonzerts“ herauskam. Dieser Aufwand hat sich gelohnt – die ungeheure Motivation, Leidenschaft und Freude, mit der das Orchester seine musikalischen Lieblinge präsentierte, waren den ganzen Abend über deutlich hörbar und übertrugen sich auch auf das Publikum.

In der festlichen Atmosphäre des Herkulessaals, der in buntem Licht erstrahlte, eröffnete das Sinfonische Blasorchester den Samstagabend mit „Terra Vulcania“ von Otto M. Schwarz. Ganz zart und leise zu Beginn, dann aber immer aufbrausender und tosender malte das Orchester musikalische Bilder von Wasser, Erde, Feuer und Flammen. Nach dem gewaltigen Ausbruch vereinten sich schließlich alle Instrumente in einer harmonischen, triumphalen Hommage an die Natur des steirischen Vulkanlandes. Für die Stadtkapelle Dachau das perfekte Stück, um ihren Klang auf eindrucksvolle Weise zu entfalten und dem Publikum damit direkt zu Beginn ein musikalisches Highlight zu bescheren. 

Nach diesem Auftakt meldete sich Moderator Dominik Härtl zu Wort, der treuen Besuchern und dem Orchester mittlerweile  wie ein langjähriger Freund erscheinen dürfte. Wie gewohnt führte er bestens gelaunt durch den Abend und sorgte mit seinen Anekdoten zwischen den Stücken für zusätzliche Schmunzelmomente. So etwa auch, als er die Helden des zweiten Stücks vorstellte: Ein abenteuerlustiges Zebra, einen eitlen Löwen, eine hypochondrische Giraffe und ein divenhaftes Nilpferd. Diese vier begeben sich im Dreamworks-Animationsfilm „Madagascar“ auf eine turbulente Reise vom New Yorker Zoo in die Wildnis. Den Soundtrack aus der Feder von Hans Zimmer präsentierte die Stadtkapelle in einem Gute-Laune-Medley, gespickt mit rasanter Rhythmik und lässigem Swing.

Als dritter Wunsch stand „West Side Story“ auf dem Programm. In dem Musical von Leonard Bernstein prallen musikalisch Welten aufeinander – progressiver Jazz trifft auf tänzerisch lateinamerikanischen Rhythmus. Sinnbildlich für zwei rivalisierende Gangs sind diese beiden Stile nur auf den ersten Blick unvereinbar, doch schon bald entwickelt sich eine zarte Romanze. Die Musiker:innen bewiesen somit eindrucksvoll, wie explosiv, aber auch wie leidenschaftlich diese Mischung sein kann und meisterten das herausfordernde Stück so ausgezeichnet, dass Michael Meyer sichtlich begeistert beide Daumen in die Höhe streckte, bevor es in die Pause ging. 

Die zweite Konzerthälfte begann mit einer der prägendsten Melodien der Filmgeschichte. Die meisten Zuhörer im nun scharlachrot beleuchteten Saal dürften vermutlich nur wenige Takte gebraucht haben, um „James Bond 007“ (arr. Johan de Meij) zu erkennen. Mit ikonischen Motiven wie „Goldfinger“, der Power-Ballade „For Your Eyes Only“ und natürlich dem Titelthema begaben sich die Musikerinnen und Musiker auf eine geheime Mission voller Verfolgungsjagden und Martinis. Auf diesen Klassiker folgte mit „Run Free“ erneut der Soundtrack eines Animationsfilms von Hans Zimmer. Die Besonderheit an diesem Stück: Anders als bei Madagascar lässt Hans Zimmer die Pferde in „Spirit – Der Wilde Mustang“ nur über seine Musik sprechen. Die Ausdrucksstärke und der unbeugsame Freiheitswille, der daher in den Melodien liegt, riss auch das Publikum emotional so sehr mit, dass es das Orchester mit tosendem Applaus belohnte. 

Mit dem Medley „The Crazy Charleston Era“ von Stefan Schwalgin präsentierte das Sinfonische Blasorchester drei klassische Jazz-Titel der Goldenen Zwanziger. Nicht nur musikalisch, sondern auch auf der Bühne kam dabei die lebhafte, ausgelassene Seite der Stadtkapelle zum Ausdruck. Mit kreativen Showeinlagen und einer solistischen Dixie-Besetzung, in der ein Schlagzeuger auf einmal Banjo spielte, brachten die Musiker:innen eine Menge Spaß, Rhythmus und Lebensfreude in den Saal. 

Zuletzt widmeten sich Michael Meyer und sein Orchester nach klassischer Sinfonischer Blasmusik, Musicals, Film-Soundtracks und Bigband-Jazz noch einem ganz neuen Genre. Welchem genau ist allerdings schwer zu sagen, denn die britische Band Queen ist vor allem für ihre stilistische Vielfalt berühmt. In „Queen Symphonic Highlights“ (arr. Philip Sparke) zelebrierten die Musiker gemeinsam die unverkennbaren Klänge der Band um Freddy Mercury, mit der wohl jeder im Saal besondere Erinnerungen verbindet. Vom extravaganten Pomp in „Bohemian Rhapsody“ bis zur melancholischen Theatralik in „Who Wants to Live Forever“ hatten die Zuhörer vor allem während der meisterhaft gespielten Solo-Passagen sicherlich mehr als nur einmal  Gänsehaut. 

Nach diesem ergreifenden Abschluss lag es dann am Publikum, sich den letzten Wunsch nach einer Zugabe selbst zu erfüllen. Begeistert überhäufte es die Musiker:innen so lange mit tosendem Applaus, Getrampel und Rufen, bis Michael Meyer zurück auf die Bühne kam und die Musiker:innen ihre – natürlich ebenfalls sorgfältig ausgewählte – Zugabe anstimmten. Mit „80er KULT(Tour)“ von Thiemo Krass feierte das Sinfonische Blasorchester zusammen mit dem Publikum eine Party mit den Hits der Neuen Deutschen Welle. Klassiker wie  „Skandal im Sperrbezirk“ und  „Rock me, Amadeus!“ brachten die Stimmung des ganzen Abends auf den Höhepunkt. Mit einem stehenden Publikum und tosendem Applaus ging so schließlich ein Konzertabend zu Ende, der keine Wünsche offen ließ. 

Am Sonntag ließ die Stadtkapelle dann vor allem ihren musikalischen Nachwuchs glänzen, denn die erste Konzerthälfte gestalteten die Stadtjugendkapelle und die StadtjugendKIDS komplett eigenständig. Im  festlichen Rahmen des Konzertes wurden an diesem Nachmittag zudem auch wieder zahlreiche Nachwuchsmusiker:innen für ihre musikalischen Erfolge ausgezeichnet (mehr dazu in diesem Artikel). 

Zusammen mit ihrem Dirigenten Michael Meyer hatten sich die 75 Kinder und Jugendlichen ein buntes und vielseitiges Programm erarbeitet, das sie mit einer Menge Spaß und dabei gleichzeitig äußerst viel Disziplin vortrugen. Nach der imposanten Eröffnung mit „Lord of the Dance“ machten die Nachwuchsmusiker:innen einen Ausflug in die Welt des Pop zu „Call Me Maybe“ und dem Backstreet-Boys Hit „I Want it that Way“. Doch die Zeitreise des Nachwuchses war mit den Neunzigern noch nicht beendet. Es ging weiter zurück bis in die Renaissance, wo sich die Jugendlichen mit der „Renaissance Suite“ auch an klassischere Literatur wagten. Durchs Programm führten Marlene Noçon und Sophia Röger, die neben interessanten Fakten auch die ein oder andere freche Pointe zu platzieren wussten. Schließlich rundete der Nachwuchs seinen Auftritt mit einem mottogetreuen Titel „A Million Dreams“ ab, bevor in der zweiten Hälfte wieder die „Großen“ des SBOs übernahmen.

Wie auch schon am Abend zuvor bedankte sich Henriette Varga am Ende des Konzertes bei allen helfenden Händen hinter den Kulissen, ohne die ein solches Konzertwochenende nicht möglich wäre. Die gute Organisation, die ausgezeichnete musikalische Leistung beider Orchester und die überwältigende Resonanz des Publikums machten die Musikerinnen und Musiker sowie die gesamte Vereinsfamile nicht nur unglaublich stolz, sondern in diesem Jahr vor allem eines: Wunschlos glücklich!

Sofia Schmidberger, April 2023

Geburtstagsständchen für Mike Thiel – Die Stadtkapelle live bei Gong 96.3

Kommt eine Blaskapelle ins Radio.. das klingt erst einmal wie der Anfang von einem mittelmäßigen Witz. Der Gong 96.3-Moderator Mike Thiel staunte am Mittwoch, den 22. März jedoch nicht schlecht, als um 8 Uhr morgens tatsächlich die Stadtkapelle Dachau mit Tracht und Instrumenten in sein Studio marschierte.

Radiomoderator Mike Thiel freute sich sichtlich über sein Geburtstagsständchen

Zu seinem 60. Geburtstag hatte sich der „Morningman“ von seinen Radio-Kollegen etwas ganz Besonderes gewünscht. Diese nahmen ihn beim Wort und überraschten ihn während seiner Live-Sendung mit einem Ständchen nach bayerischer Tradition. „Das ist jetzt nicht wahr“, sprach der Moderator breit grinsend in sein Mikrofon, während die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Christoph Hecken den Marsch „Mein Heimatland“, „Happy Birthday“ und schließlich – wie es sich für echte Münchner am frühen Morgen gehört (😉) – „Ein Prosit“ anstimmten. 

Ein ungewöhnlicher Auftrittsort: Die SKD im Studio von Radio Gong 96.3

Natürlich war dies nicht nur für das Geburtstagskind, sondern auch für das Sinfonische Blasorchester ein außergewöhnlicher Morgen – wann spielt man schließlich schon einmal live für Mike Thiel und seine 50.000 Hörer? Die Radio-Premiere der Stadtkapelle Dachau wird jedenfalls allen Musikerinnen und Musikern als ganz besonderer Auftritt in Erinnerung bleiben. 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Radio Gong für die Einladung – vielleicht dürfen wir ja mal wieder für ein Geburtstagsständchen vorbeikommen!

Sofia Schmidberger, März 2023

Solo-/Duo-Wettbewerb: Linda Schenk wird Landessiegerin

Für Linda Schenk und ihr Euphonium geht der Solo/Duo Wettbewerb „Concertino“ 2022/23 mit einem herausragenden Erfolg zu Ende. Bei der dritten und höchsten Wettbewerbsebene, dem Landesentscheid in Hammelburg, wurde die 13-jährige Musikerin der Stadtkapelle Dachau e.V. am vergangenen Samstag, den 18. März zur Landessiegerin gekürt. Damit gehört sie bayernweit zu den besten Nachwuchstalenten ihrer Altersklasse. 

Lindas großartige Leistungen führten sie im Lauf des Wettbewerbs vom Regionalentscheid in Aschheim über den Verbandsentscheid in Eching bis auf die Bühne der Musikakademie Hammelburg. Nach so vielen vorangegangenen Erfolgen könnte man sich schon fast fragen, ob man an so einem Tag überhaupt noch aufgeregt ist. „Auf jeden Fall!“, bekräftigt die Landessiegerin. „Aber das bin ich immer und Frau Hahn sagt, das gehört dazu.“

Zudem hatte die Finalistin bei ihrem Auftritt wie immer eine Menge Unterstützung, denn ihre Instrumentallehrerin Nicola Hahn begleitete sie am Klavier und auch ihre ganze Familie fieberte mit. So meisterte sie ihren musikalischen Vortrag trotz Aufregung wieder einmal mit Bravour. Ihre Spielfreude, die technische Sauberkeit und ihr melodischer Klang wurden mit 93 von 100 Punkten in der Altersklasse III bewertet. Bei der feierlichen Siegerehrung nahm die Nachwuchsmusikerin schließlich freudestrahlend ihre Auszeichnung zur Landessiegerin entgegen. 

Die ersten beiden Ziele auf ihrer persönlichen Liste, nämlich „so gut abliefern wie man es kann und die Jury von sich überzeugen“, sind damit auf jeden Fall erreicht. Und auch wenn es der selbstkritischen Linda manchmal etwas schwer fällt, auch hinter den dritten Punkt („mit sich selbst zufrieden sein“) einen Haken zu setzen, freut sie sich trotzdem sehr über ihre Leistung und „ist stolz, dass sie es geschafft hat“. Da können sich Lehrer, Familie, Freunde und der ganze Verein nur anschließen. 

Was für eine tolle Leistung, liebe Linda! Herzlichen Glückwunsch!

Sofia Schmidberger, März 2023

Nächste Runde beim Solo-/Duo-Wettbewerb Concertino – tolle Erfolge beim Verbandsentscheid

Nach dem großartigen Erfolg im Januar bestritten zwei Nachwuchstalente der Stadtkapelle Dachau e.V.  die zweite von insgesamt drei Wettbewerbsebenen des Solo-/Duo-Wettbewerbs Concertino. Beim Verbandsentscheid in der Musikschule Eching am vergangenen Samstag, den 11.02.2023 gaben die 13-jährige Linda Schenk und der 8-jährige Peter Sellschopp wieder alles an ihren Instrumenten.

v.l.n.r.: Peter Sellschopp, Nicola Hahn (Lehrerin), Linda Schenk

Peter Sellschopp, der in der jüngsten Altersklasse antrat, meisterte seinen Vortrag mit viel Spielfreude und Souveränität. Erst im Januar dieses Jahres hatten er und seine Posaune zum ersten Mal gemeinsam Wettbewerbsluft geschnuppert. Begleitet von Nicola Hahn am Klavier erspielte der 8-jährige 88 von 100 Punkten und schloss seinen ersten Wettbewerb so „mit sehr gutem Erfolg“ ab. Ein tolles Ergebnis, dass sich wirklich sehen lassen kann. Wir gratulieren dir, lieber Peter!

Linda Schenk konnte an ihre eindrucksvollen Erfolge aus den Jahren zuvor anknüpfen und die Jury auch diesmal wieder mit ihrem Euphonium überzeugen. Dank ihres schönen Klangs und einer tollen Bühnenpräsenz erspielte sie sich mit einer Wertung von 97 Punkten das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“ und wurde zudem Verbandssiegerin in ihrer Alters- und Instrumentengruppe. Damit ist die junge Euphonium-Spielerin auch am 18. März als Wettbewerbsfinalistin beim Landesentscheid in Hammelburg dabei. Die Stadtkapelle drückt dir ganz fest die Daumen und ist schon jetzt mächtig stolz auf dich!

Ein großes Dankeschön geht selbstverständlich auch an Nicola Hahn für die tolle Vorbereitung und das große Engagement, durch das ihre Schülerinnen und Schüler musikalisch über sich hinauswachsen können. Weiter so!

Sofia Schmidberger, Februar 2023

Spaß und Effektivität: Probenwochenende 2023 in Marktoberdorf

Das Probenwochenende ist jedes Jahr ein großes Highlight, das für das Sinfonische Blasorchester nicht nur intensive Probenarbeit, sondern auch jede Menge Spaß und Gemeinschaftsgefühl bedeutet. In diesem Jahr war die Vorfreude so groß wie lange nicht mehr, denn die Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle konnten endlich wieder zusammen wegfahren und machten dort weiter, wo sie vor drei Jahren aufgehört hatten – in der Musikakademie Marktoberdorf.  

Am Freitagabend (27.1.) trafen die Musikerinnen und Musiker auf dem wunderschön verschneiten Schlossgebäude ein, bevor die Zimmer bezogen wurden und es nach dem Abendessen mit der ersten Gesamtprobe losging. In diesem Jahr war neben Dirigent Michael Meyer ein neuer Gast mit an Bord: Paul Roh, musikalischer Leiter der Stadtkapelle Fürstenfeldbruck, begleitete über das ganze Wochenende die Probenarbeit und die musikalische Entwicklung des Orchesters, wovon alle sehr profitierten.

Auch abseits der Musik gab es etwas Neues: jeder der Lust hatte, konnte beim sogenannten „Mörderspiel“ mitspielen. Dabei scheidet jedes „Opfer“ aus, das einen Gegenstand aus der Hand seines „Mörders“ annimmt, ohne dass er diesen zuvor abgestellt hat. So ergriff schon nach kurzer Zeit einige Musiker die Mordlust, andere eher der Verfolgungswahn – jedoch alles mit einem Augenzwinkern ;).

Nach einer erfolgreichen ersten Probe ließen die Musiker den Abend gemeinsam in der gemütlichen Bierstube ausklingen. Es wurde geratscht, getrunken und gelacht. Während die einen Karten spielten, unterhielten sich andere über neue Ideen und Zukunftspläne für den Verein. Manche Musiker tauschten ihre Blasinstrumente gegen Kontrabass, Gitarre und Cahon und stimmten ein gemeinsames Lied an. Bei einer rasanten Bob-Fahrt kamen nach scharfen Links- und Rechtskurven natürlich alle ins Ziel, bevor es schließlich ins Bett ging.

Am Samstag starteten dann alle in den traditionell anspruchsvollsten Tag des Probenwochenendes. Holz- und Blechinstrumente probten zunächst getrennt, sodass die beiden Dirigenten auf deren individuelle Herausforderungen eingehen konnten. Hier standen vor allem Klang, Zusammenspiel, Rhythmus  und Technik im Vordergrund. Bei der anschließenden Gesamtprobe unter der Leitung von Paul Roh war eindrucksvoll zu hören, wie gut sich die einzelnen Stücke über den Tag weiterentwickelt hatten. Auch hier bekamen noch einmal sowohl die Musiker:innen als auch Michael Meyer neue Impulse von unserem Gastdirigenten, der mit seiner Kompetenz, seinem Humor und seiner frischen Herangehensweise das Beste aus allen herauskitzelte.

Das Wochenende wurde dann am Sonntag Vormittag mit einer letzten gemeinsamen Probe beendet, in der der sich Michael Meyer für den Zusammenhalt, die Ausdauer und die große Motivation des Orchesters bedankte. Auch die Musiker waren sich komplett einig: „Das erste Probenwochenende nach der langen Pause war unglaublich effektiv und die Stimmung einfach der Hammer. Es hat allen riesengroßen Spaß gemacht.“ Dieser Spaß an der Musik wird bestimmt auch bei den Schlosskonzerten am 25. und 26. März herauszuhören sein.

Sofia Schimdberger, Januar 2023

Erfolgreicher Nachwuchs beim Solo/Duo-Wettbewerb 2023

Am vergangenen Samstag, den 21. Januar 2023 stellten gleich drei junge Nachwuchstalente der Stadtkapelle Dachau ihr musikalisches Können beim Solo/Duo-Wettbewerb „Concertino“ unter Beweis.

v.l.n.r.: Nicola Hahn (Lehrerin), Julian Richter, Peter Sellschopp und Linda Schenk

Linda Schenk (13 Jahre, Euphonium, 98 Punkte), Peter Sellschopp (8 Jahre, Posaune, 95 Punkte) und Julian Richter (10 Jahre, Posaune, 86 Punkte) beeindruckten die Jury mit schönem Klang, sauberer Technik und ihrer ausgeprägten Musikalität. Nach dem erfolgreichen Regionalentscheid geht für zwei von ihnen bereits im Februar auf Verbandsebene weiter. Nicht nur die Musiker:innen selbst, sondern auch ihre Instrumentallehrerin Nicola Hahn sind mächtig stolz auf dieses tolle Ergebnis.

Der Solo/Duo-Wettbewerb wird alle zwei Jahre vom Musikbund Ober- und Niederbayern (MON) ausgerichtet. Er bietet Kindern und Jugendlichen nicht nur die Möglichkeit, ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen, sondern fördert auch die Freude am solistischen Musizieren und die Begegnung mit anderen musikalischen Leistungsträgern.

Daher war es Nicola Hahn, die bei der Stadtkapelle Dachau Querflöte und Tiefes Blech unterrichtet, ein besonderes Anliegen, ihren drei Schülern diese tolle Erfahrung zu ermöglichen. Nach intensiver Vorbereitung und fleißigem Üben war es dann schließlich soweit und die drei stellten sich dem Urteil der Jury. Für den 8-jährigen Peter (Altergruppe Ia) und den 10-jährigen Julian war dies eine ganz neue Erfahrung, während die 13-jährige Linda (Altergruppe III) mit ihrer dritten Teilnahme (Landesebene 2019, Verbandssiegerin 2021) schon zu den „alten Wettbewerbshasen“ zählt.

Nach einem ereignisreichen Tag mit vielen neuen Eindrücken und lehrreichen Erfahrungen konnten alle drei Nachwuchsmusiker:innen beeindruckende Ergebnisse vorweisen. Julian Richter erspielte auf seiner Posaune 86 von 100 Punkten und nahm an seinem ersten Solo-Wettbewerb folglich „mit sehr gutem Erfolg“ teil. Peter Sellschopp und Linda Schenk erhielten mit einer Wertung von 95, bzw. 98 von 100 Punkten nicht nur das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“, sondern auch die Einladung zur Teilnahme an der nächsthöheren Wettbewerbsebene. Daher heißt es auch im Februar wieder Mitfiebern und Daumen drücken, wenn die beiden ihre Instrumente beim Verbandsentscheid erklingen lassen. Nicola Hahn ist auf die „tolle Leistung von allen dreien wirklich stolz – das ist eine super Nachwuchsleistung und eine runde Sache“, findet sie.

Die Stadtkapelle Dachau freut sich über so junge und talentierte Nachwuchsmusiker:innen und gratuliert euch zu euren tollen Erebnissen. Wir wünschen Linda und Peter viel Erfolg beim Verbandsentscheid!

Sofia Schmidberger, Januar 2023