Die Stadtjugendkapelle Dachau fährt auf das Probenwochenende nach Violau

Wie jedes Jahr sind wir, die Stadtjugendkapelle Dachau, Anfang Oktober mit insgesamt 74 Kindern (zwischen 8 und 16 Jahren) und 14 Betreuern nach Violau in das Bruder-Klaus-Heim auf unser Probenwochenende gefahren. Es sind 18 neue Kinder aus den im Juli zu Ende gegangenen Bläserklassen dabei, sie haben an diesem Wochenende die Möglichkeit gleich in das schon bestehende Orchester hineinzuwachsen. Da wir dieses Jahr so viele Kinder sind wie noch nie brauchen wir mittlerweile bereits 2 Busse um alle nach Violau zu kommen.

Man könnte das Wochenende theoretisch so beschreiben: Aufstehen, Frühstücken, Proben, Mittagessen, Freizeit, Proben, Kuchen essen, Proben, Abend essen, Proben, Freizeit. Aber dazwischen passiert ja eigentlich noch so viel mehr. Im Mittelpunkt stehen natürlich die gemeinsamen Orchesterproben.Die Kinder haben die Möglichkeit ein Wochenende lang die noch unbekannten Stücke kennenzulernen und intensiv zu proben, da hört man ziemlich schnell eine musikalische Steigerung  von der Probe am Freitagabend bis Sonntagmittag. Die neuen Stücke Zauberland, Leuchtfeuer und Lord of the Dance wurden dieses Jahr so intensiv geprobt, dass wir alle einen Ohrwurm davon hatten.

Neben den vielen konzentrierten Proben hatten wir als Ausgleich aber auch viel Freizeit.

Am Samstagnachmittag waren wir auf einem kleinen See Boot fahren und am Abend durften wir dann in der Kegelbahn kegeln, Kicker und Tischtennis spielen und in Turnhalle. Außerdem haben wir, wie schon letztes Jahr, das Mörderspiel über das gesamte Wochenende gespielt. Es gibt 7 Mörder und alle anderen sind Detektive und versuchen die Mörder zu finden ohne umgebracht zu werden. Natürlich ist es total ärgerlich wenn das dann doch passiert und sich ein unscheinbarer Mitspieler oder sogar der Dirigent als Mörder entpuppen. Zum Schluss konnten die Meisterdetektive jedoch alle Mörder überführen.

So besteht ein guter Ausgleich zwischen konzentrierten Proben und Freizeit, wobei der Spaß und die Freude am Musizieren nie zu kurz kommen. Oft werden schon an diesem Wochenende die ersten langjährigen Freundschaften geknüpft und sowohl Kinder als auch Betreuer freuen sich schon jetzt auf das Probenwochenende im nächsten Jahr.

Madison (10) ist gerade aus der Bläserklasse in die Stadtjugendkapelle gekommen und war nun das erste Mal in Violau dabei. Über das Wochenende erzählt sie:

„Das Probenwochenende in Violau war für mich sehr schön und lustig. Aber am tollsten war es mit der Stadtjugendkapelle und den anderen Kindern zusammen zu sein. Zwischen den Proben verging die Zeit wie im Flug und auch wenn wir im Zimmer ein paar Streitigkeiten hatten haben wir uns gleich wieder vertragen. Wir lachten aber es gab auch Zeiten der Trauer als wir das Mörderspiel verloren haben weil wir umgebracht wurden. Das Gute daran war jedoch, wir hatten mehr Zeit für uns, weil davor war es uns nicht geheuer ob einer aus unserem Zimmer der Mörder ist. Also im Großen und Ganzen war es, ach ich kann es nicht beschrieben, es war einfach fabelhaft. Also ich kann es euch nur raten, geht in die Bläserklasse und Stadtjugendkapelle und habt Spaß.“

 

Nadine (15), Eva (17), Julia (15) und Josefine (15) sind eine Ältesten in der Stadtjugendkapelle und dieses Jahr zum ersten Mal als Betreuerinnen mit dabei. Sie spielen seit diesem Sommer auch schon bei der Stadtkapelle mit und erzählen:

„Wir sind inzwischen schon das 7. Jahr hier in Violau und freuen uns jedes Mal wieder darauf. Die Stimmung ist immer richtig gut und man wächst mit jedem Wochenende weiter zusammen. Durch die gemeinsamen, manchmal etwas längeren Abende lernen wir auch unsere neuen Mitspieler kennen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Wir haben alle nachher einen besseren Ansatz und üben für unseren großen Auftritt am Konzert im Frühling.“

Vielen Dank an Madison, Nadine, Eva, Julia, Josefine, Verena, Iris, Sofia und Vanessa für diesen Bericht und danke Lena für die Fotos.

Vanessa Söllner, Oktober 2017