Einladung zum Tag der offenen Tür

Für alle Musikbegeisterten und solche, die es werden wollen, öffnet die Stadtkapelle Dachau e.V. am Samstag, den 20. Juli ab 14 Uhr ihre Türen und lädt recht herzlich zu einem Blick hinter die Kulissen ein.

Groß und Klein sind herzlich dazu eingeladen, sich in unserem Musikheim (Burgfriedenstraße 7, Dachau) ein Bild von der vielseitigen Vereinsarbeit der Stadtkapelle zu machen. Es besteht die Möglichkeit, die Räumlichkeiten zu besichtigen und sich über das umfangreiche musikalische Ausbildungsangebot und die Jugendarbeit zu informieren. Für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und Kuchen sowie Getränken gesorgt.

Unsere verschiedenen Musikgruppen von den Kleinsten der musikalischen Früherziehung bis zu unserem Nachwuchsorchester, der Stadtjugendkapelle, werden den Nachmittag mit einem abwechslungsreichen musikalischen Programm gestalten.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Nachmittag mit allen Musikinteressierten, Besuchern, Musiker*innen, Verwandten und Vereinsmitgliedern.

Folgender Ablauf ist geplant:

  • 14:00 Uhr: Musikalische Früherziehung
  • 14:30 Uhr: Blockflötengruppen
  • 15:00 Uhr: Bläserklasse I
  • 15:45 Uhr: Bläserklasse II
  • 16:15 Uhr: Stadtjugendkapelle und StadtjugendKIDS
  • 17:00 Uhr: Unterhaltungsmusik mit der Stadtkapelle Dachau

Vanessa Söllner, Juni 2024

XXL-Bläserklassenkonzert 2024

Die Stadtkapelle Dachau e.V. lädt ein zum XXL-Bläserklassenkonzert am Samstag, den 13. Juli 2024 um 15 Uhr im Ludwig-Thoma-Haus.

Freuen Sie sich auf die Bläserklassen der Grundschule Dachau Süd und der Klosterschule aus dem 1. und 2. Jahr sowie alle Register der Bläserklassen unter der musikalischen Gesamtleitung von Michael Meyer.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über Spenden für die Nachwuchsarbeit des Vereins.

Festumzugs-Saison ist eingeläutet

Mit dem Start der Sommersaison zieht es die Musiker*innen nach draußen, es beginnen die Marschproben und wir läuten die beliebte Festumzugs-Saison ein.

Sobald es draußen wärmer wird zieht es die Musiker*innen nach draußen und die Marschproben beginnen. Unter der Anleitung von Michael Meyer werden die laminierten Standardmärsche im Marschschritt einstudiert und auf saubere Reihen geachtet. Auch die Fähnriche trafen sich extra nochmal zum üben, damit das Schwenken der Vereinsfahne bei Wind und Wetter gelingt. Also mia san bereit für die Festzüge.

Dieses Jahr startete die Festumzugs-Saison wie so oft mit dem Festumzug zum Lohhofer Volksfest, welcher traditionell am Pfingstsamstag stattfindet. Dank des strahlenden Sonnenscheins zog es zahlreiche Zuschauer*innen an den Straßenrand vom Rathaus bis zum Festplatz und es wurde allen Zugteilnehmern fleißig geklatscht und zu gewunken.

In Lena’s Festzelt wartete bereits ein kühles Erfrischungsgetränk und leckeres Essen auf die Musiker. Zum Abschluss des Festumzuges gab es neben lauten Böllerschützen einen Gemeinschaftschor aller teilnehmender Kapellen und Spielmannszüge. Dirigiert von Michael Kavellar erklangen rund hundert Musiker im Festzelt. Ein sehr gelungener Auftakt für unsere Festumzugs-Saison.

Vanessa Söllner, Mai 2024

Stadtkapelle wählt neue Vorstandschaft

Am 30. April 2024 hat die ordentliche Mitgliederversammlung der Stadtkapelle Dachau mit neuen Vorstandswahlen im Musikheim stattgefunden.

Bei der Versammlung waren 53 stimmberechtigte Mitglieder anwesend und folgten den ausführlichen Berichten des Vorstandes aus dem letzten Geschäftsjahr. In diesem Jahr standen auch wieder Neuwahlen der Vorstandschaft an.

Nach 5 Jahren verabschiedete sich unsere 1. Vorsitzende Henriette Varga aus der Vorstandsarbeit. Wir bedanken uns für ihre hervorragende Arbeit sowohl als erste Vorsitzende in den letzten 5 Jahren, als auch für ihre Jahre zuvor, in denen sie den Verein als 1. Schriftführerin unterstützt hat.

Nach langjähriger guter Zusammenarbeit verließen außerdem Sofia Schmidberger (2. Schriftführerin) und Stefan Hinterscheid (1. Instrumenten- und Zeugwart) den Vorstand . Wir möchten uns auch für ihre Arbeit und ihr Engagement bedanken.

Damit beginnt ein neues Kapitel mit einem neuen ersten Vorsitzenden. Zur Wahl standen gleich zwei Kandidaten, welche sich ein Kopf an Kopf Rennen lieferten und am Ende mit nur einer Stimme Unterschied das Amt neu besetzten. Glückwünsche gehen an Michael Wagner, der bereits langjähriger erster Vorsitzender unseres Vereins war und das Amt nun erneut übernimmt!

Bei der Wahl blieben die meisten Posten in den Händen der bereits etablierten Musiker*innen. Neu gewählt wurden Celina Söllner (2. Schriftführerin) und Mathieu Front (Beisitzer). Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und frische kreative Ideen.

Die Vorstandschaft besteht nun aus: Michael Wagner (1. Vorsitzender), Christoph Hecken (2. Vorsitzender/Geschäftsführer), Andreas Ochs (1. Kassier), Iris Lindner (2. Kassier), Vanessa Söllner (1. Schriftführerin), Celina Söllner (2. Schriftführerin), Lena Bader (1. Notenwartin), Alexandra Zagler (2. Notenwartin), Laura Hecken (1. Zeug- und Instrumentenwartin), Natascha Schmittinger (2. Zeug- und Instrumentenwartin). Als Beisitzer*innen fungieren Mathieu Front, Christian Gassner, Julia Kreitmair und Lukas Langenecker. Michael Meyer (Dirigent) komplettiert das Vorstandsteam.

Die beiden Jugendvertreterinnen Iris Lindner und Vanessa Söllner wurden bereits im Herbst 2023 durch die Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren direkt gewählt.

Vanessa Söllner, Mai 2024

Wertungsspiel 2024 in Türkenfeld

Auch in diesem Jahr nahm das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Dachau an einem Wertungsspiel im benachbarten Bezirk Lech-Ammersee teil. Das Orchester nutzte damit die wichtige Möglichkeit, seinen aktuellen Leistungsstand mithilfe einer fachkundigen Jury zu evaluieren und seine musikalische Qualität in Zukunft weiter zu verbessern. Am Samstag, den 20. April 2024, stellten sich die Musikerinnen und Musiker daher in Türkenfeld bei einer Konzertwertung in der Oberstufe gemeinsam mit ihrem Dirigenten Michael Meyer dem Urteil der Wertungsrichter. Das Ergebnis steht noch aus. 

Das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Dachau und Dirigent Michael Meyer beim Wertungsspiel im benachbarten Bezirk Lech-Ammersee.

Nach dem Eintreffen in der Grund- und Mittelschule Türkenfeld hatte das SBO eine Stunde lang Zeit, um die Instrumente zu stimmen, sich einzuspielen und noch einmal konzentriert die kniffligen Stellen der ausgewählten Vortragsstücke zu proben. Gemeinsam fanden dabei alle Musikerinnen und Musiker mit ihrem Dirigenten Michael Meyer zu der Balance aus Klangqualität, musikalischer Leistung und guter Stimmung, die das Orchester ausmacht. 

Um 11.30 nahm die Stadtkapelle Dachau schließlich auf der Bühne in der Schönbergaula Platz, wo sie dem Publikum und der Jury  die beiden Vortragsstücke „Around the World in 80 Days“ von Otto M. Schwarz sowie „Perseus“ aus der Feder von Satoshi Yagisawa präsentierte. Beide Stücke waren im März schon Teil des Konzertprogramms „Mythen und Märchen“ im Dachauer Schloss gewesen und daher bereits bühnenerprobt. So konnte das Orchester bekannte „Fallen“ mit Bravour meistern und lieferte mit seiner überragenden Besetzung, imposanter Klangqualität und harmonischem Zusammenspiel eine eindrucksvolle musikalische Leistung ab. 

Nach dem Vortrag von „Around the World in 80 Days“ und „Perseus“ ist die Freude über die gemeinsame Leistung allen Musikerinnen und Musikern  ins Gesicht geschrieben.

Da der Musikverein Türkenfeld das Wertungsspiel im Rahmen seines 50-jährigen Vereinsjubiläums ausrichtete, erfolgt die Bekanntgabe der Wertung erst beim Festwochenende im Juni. So viel kann man aber schon verraten: Im anschließenden Feedbackgespräch mit dem musikalischem Leiter und den Vorsitzenden konnten die Wertungsrichter trotz einiger konstruktiver Kritikpunkte nicht verbergen, wie sehr die Stadtkapelle Dachau sie beeindruckt hatte. Wir sind gespannt auf das finale Ergebnis!

Sofia Schmidberger, April 2024

Ein Marsch als Geschenk – Christoph Hecken feiert runden Geburtstag

Schon seit mehr als 20 Jahren ist Christoph Hecken sowohl als 2. Vereinsvorstand als auch als Musiker ein unverzichtbares Mitglied der Stadtkapelle Dachau. Man kann ihn mit vielen Worten beschreiben: engagiert, souverän, kompetent, fleißig, humorvoll, charakterstark. Sprachlos haben wir ihn dagegen bisher nie erlebt. Am vergangenen Samstag, den 13. April war es dann aber doch soweit, denn zur Feier seines 60. Geburtstag kamen über 40 Musikerinnen und Musiker, um ihm ein Geburtstagsständchen zu spielen. Was Christoph vorher aber nicht wusste: Die Stadtkapelle hatte als Geschenk für ihn eine eigene Komposition dabei  – den „Heckener Marsch“. 

Das Sinfonische Blasorchester spielte bei Christoph Heckens 60. Geburtstag den „Heckener Marsch“, der als Geschenk für ihn komponiert wurde.

Obwohl der 2. Vorsitzende normalerweise über wirklich alles Bescheid weiß, was bei der Stadtkapelle so vor sich geht, schafften es die Vereinsmitglieder, dieses Geheimnis ein halbes Jahr lang vor ihm zu hüten. Bereits  im  vergangenen Herbst holte die Vorstandschaft den Komponisten Florian Dennerlein mit ins Boot, um die Idee gemeinsam umzusetzen. Nachdem Christoph gebürtig aus dem Sauerland stammt und in Bayern seine neue Heimat gefunden hat, vereint das Ergebnis typisch preußische und bayerische Marschmotive. Wer ganz genau hinhört, erkennt sogar die im Trio versteckte Melodie von „Happy Birthday“.

Dirigent Michael Meyer und 1. Vorsitzende Henriette Varga (rechts) übergeben den „Heckener Marsch“ an das Geburtstagskind (links).

So genoss Christoph zu seiner Feier am Samstag bei herrlich milden Sommertemperaturen zunächst das ihm bestens vertraute Ständchen-Programm, welches ihm bereits sichtlich Freude machte. Als er schon zum Dank ansetzen wollte, überreichte Dirigent Michael Meyer ihm einen gebundenen Notensatz mit Schleife. „Das ist unser Geschenk für dich Christoph – wir möchten dir als Stadtkapelle für dein jahrelanges Engagement danken und wünschen dir von Herzen nur das Beste zu deinem Geburtstag“. 

Bevor der 2. Vorsitzende realisierte, was er da in den Händen hielt, ließ die Stadtkapelle noch einmal ihre Instrumente erklingen und spielte die an Christoph gewidmete  Komposition. Als der letzte Ton vom „Heckener Marsch“ im Biergarten der Klosterschenke Scheyern verklungen war, hatte das sonst stets gefasste Geburtstagskind Freudentränen in den Augen und brachte sichtlich gerührt nur einen Satz heraus: „Ich habe wirklich mit Allem gerechnet, aber nicht damit.“ Doch schon wenige Minuten später war er wieder ganz der Alte. „Können wir den nochmal machen?“, fragte er, während er schon zur Trompete griff. 

Schon beim zweiten Durchlauf spielte Christoph Hecken an der Trompete selbst mit.

 

Als hätte er die Noten schon hundert mal gesehen, spielte der Jubilar zum gelungenen Abschluss gemeinsam mit seinem Orchester seinen eigenen Marsch – natürlich die extra für ihn geschriebene Solo-Trompetenstimme. Im Anschluss bedankte er sich bei einem kühlen Getränk noch einmal bei der Vorstandschaft und allen Musikerinnen und Musikern, bevor der Abend für ihn in eine ausgelassene Feier mit Familie und Freunden überging. 

Die Stadtkapelle gratuliert Dir auch an dieser Stelle noch einmal zum Deinem Geburtstag, lieber Christoph. Wir hoffen, Du bleibst uns noch viele Jahre als 2. Vorstand, Trompeten-Papa, Bayerisch-Böhmisch-Dirigent, Infomail-Versender, Excel-Experte, Notenständer-Doktor, Musikheim-Handwerker und als wertvoller Mensch im Verein erhalten!

Sofia Schmidberger, April 2024

Mythen und Märchen: Jahreskonzerte 2024

Nicht nur das Wort, sondern auch die Musik kann Geschichten erzählen – von mutigen Helden, Kindheitserinnerungen, gewaltigen Naturlandschaften, düsteren Zeitaltern oder exotischen Ländern. Dieses eindrucksvolle Erlebnis wurde am vergangenen Wochenende den Zuhörerinnen und Zuhörern im ausverkauften Dachauer Schloss zuteil. Unter der Leitung von Michael Meyer präsentierten das Sinfonische Blasorchester sowie die Stadtjugendkapelle und die StadtjugendKIDS am 16. und 17. März 2024 ein anspruchsvolles und unterhaltsames Programm mit dem Motto „Mythen und Märchen“. Moderator Dominik Härtl begleitete das Publikum gewohnt humorvoll und informativ durch beide Konzerte, an deren Ende sich kleine und große Musiker über begeisterte Standing Ovations freuen durften. 

Die erste Vorsitzende Henriette Varga empfing das Publikum am Samstag Abend zunächst mit einer kunstvoll gereimten Begrüßungsrede, bevor die Stadtkapelle Dachau das Konzert mit „The Witch and the Saint“ eröffnete. Geschrieben von Steven Reineke, erzählt das Stück die mittelalterliche Sage von Zwillingsschwestern mit hellseherischen Kräften. Während diese der frommen Helena als göttliche Gabe ausgelegt werden, droht Sibylla deswegen die Verurteilung als Hexe auf dem Scheiterhaufen. Zarte Melodien aus dem Holzregister, grollende Klänge aus dem tiefen Blech und die bewegten Rhythmen des Schlagwerks zeichneten dabei die kontrastreiche Geschichte beider Schwestern, die ein klanggewaltiges und dramatisches Ende nahm. 

Nach diesem furiosen Auftakt machte es sich Dominik Härtl in dem pink-türkisen Ohrensessel bequem, auf den er seine Garderobe an beiden Tagen perfekt abgestimmt hatte. Mit großartiger Erzählerstimme las der Moderator „Szenen aus: Max und Moritz“, dem bekannten Werk von Wilhelm Busch vor, in dem es heftiger zur Sache geht, als das so mancher in Erinnerung hatte. Komponist Mario Bürki stellt in seiner Vertonung der Streiche alle Instrumente einmal solistisch in den Vordergrund, um das Gackern von Witwe Boltes Hühnern, die explodierende Pfeife von Lehrer Lämpel, krabbelndes Ungeziefer im Bett von Onkel Fritz, aber auch die unerbittlich mahlende Mühle, die das Treiben der bösen Buben schlussendlich beendet, hör- und erlebbar zu machen. Die Darbietung des anspruchsvollen Stücks durch das Sinfonische Blasorchester und der Klang von Dominik Härtls Stimme verschmolzen dabei zu einer perfekten Einheit, die bei vielen im Publikum großen Eindruck hinterließ.

Sowohl das letzte Stück vor,  als auch das erste Stück nach der Pause entführten die Zuhörer daraufhin  in die Welt der griechischen Mythologie. Der japanische Komponist Satoshi Yagisawa erzählt in „Perseus“ von den Abenteuern des furchtlosen Halbgottes. Nicht nur thematisch war von turbulenten Kampfszenen bis hin zur träumerischen Romanze alles fürs Ohr geboten – die Musikerinnen und Musiker ließen neben ihren Instrumenten auch ihre Stimmen erklingen und untermalten Teile des Stücks mit gefühlvollem Chorgesang. Ein überraschender und gleichzeitig wunderschöner Effekt, durch den Perseus bestimmt noch etwas tiefer unter die Haut ging. 

Auch Rossano Galante widmet sich in „Lexicon of the Gods“ der griechischen Sagenwelt. Um bei all den Helden und Göttern nicht den Überblick zu verlieren, hat er in drei Sätzen musikalische Portraits von Perseus, Penthos und Zeus gezeichnet. Untermalt von stimmungsvollen Lichtwechseln lies die Stadtkapelle zunächst den Kampf gegen die Medusa als heroisches Thema voller Dynamik erklingen, bevor das Holz den Saal im zweiten Satz mit dem leisen, schmerzlichen Geist der Trauer und der Klage erfüllte. Den Abschluss machte der Blitze schleudernde Göttervater, dessen Kraft und Stärke das Orchester dann wieder zu seiner vollen Klanggewalt mit treibender Rhythmik und energiegeladenen Bläsern anwachsen lies. 

Dass es auch ohne literarische oder filmische Vorlagen mystisch und verzaubernd werden kann, stellte „Alpina Saga“ aus der Feder von Thomas Doss unter Beweis. In seiner leidenschaftlichen Hommage an die Bergwelt kehrt das musikalische Thema in immer neuer Gestalt wieder – mal als unerschütterliche Naturgewalt, dann wieder geheimnisvoll leise und sphärisch. Die Musikerinnen und Musiker ließen so Bilder von durch die Wälder ziehendem Nebel, grünen Almwiesen und Wanderern in schwindelerregenden Höhen vor dem inneren Auge entstehen. Am Ende zelebrierten die Hörner und Euphonien mit Fanfaren den gelungenen Auf- und Abstieg, bevor Dirigent Michael Meyer das Orchester mit bemerkenswerter Souveränität zum triumphalen Schlussakkord führte. 

Zum Abschluss des offiziellen Programms lud die Stadtkapelle mit der Filmmusik aus „Harry Potter und der Feuerkelch“ von Patrick Doyle in die magische Welt des wohl bekanntesten Zauberers unserer Zeit ein. Das Sinfonische Blasorchester schöpfte die emotionale Bandbreite der Geschichte mit seinen Instrumenten kunstvoll aus: Flöten, Klarinetten, tiefes Holz und Hörner transportierten in ruhigen, harmonischen Akkorden die Geborgenheit von Hogwarts in Harrys schönen, unbeschwerten Momenten. Die düsteren, fast beklemmenden Passagen des tiefen Blechs kündigten die bedrohliche Rückkehr von Lord Voldemort an und jagten den Zuhörern kalte Schauer über den Rücken. Doch alles ging gut aus: bei der fröhlich beschwingten Hogwarts-Hymne am Ende des Stücks klatschte das Publikum begeistert mit und bald darauf standen nicht nur die Musikerinnen und Musiker, sondern auch der ganze Saal. Das Publikum überschüttete das Orchester und seinen Dirigenten mit so tosendem Applaus, begeisterten Rufen und Getrampel, dass es zu nicht nur zu einer, sondern gleich mehreren Zugaben kommen konnte. 

Mit dem Publikumsliebling „Around the World in 80 Days“ von Otto M. Schwarz reiste die Stadtkapelle Dachau noch einmal um die Welt, bevor sie ihre Gäste mit drei letzten Rausschmeißern verabschiedete. Die Titelmelodien der Fernsehserien „Die Schlümpfe“, „Pinocchio“ und „Der Pumuckl“ versorgten als finaler Abschluss alle mit guter Laune und einem Ohrwurm für den Nachhauseweg. 

Aber nicht nur das Sinfonische Blasorchester bescherte dem Publikum an diesem Wochenende musikalische Genussmomente – auch die Stadtjugendkapelle und -KIDS stellten in der ersten Konzerthälfte am Sonntag eindrucksvoll ihr Können unter Beweis. Zusammen mit ihrem Dirigenten Michael Meyer schickten sie in „Superspy“ Spezialagenten auf geheime Missionen und entzündeten ein bewegendes „Leuchtfeuer“. Wie die beiden Orchestersprecherinnen Luise Noçon und Paula Egger in ihrer Moderation erzählten, symbolisierte dieses Stück nicht nur die Leuchttürme, die Seefahrern in alten Sagen den Weg weisen, sondern auch die persönlichen Vorbilder, die diese Aufgabe im Alltag der Kinder und Jugendlichen übernehmen.

Wie die Großen bekam auch das Nachwuchsorchester Unterstützung von Dominik Härtl, mit dem es im Wechsel aus Text- und Musikpassagen das Märchen „Das tapfere Schneiderlein“ erzählte. In „Irish Dream“ erweckten die Jungmusikerinnen und -musiker mit verträumten Melodien die grüne Landschaft und die zerklüfteten Küsten der sagenumwobenen Insel zum Leben. Mit der traurigen Sehnsucht nach Familie und Heimat begann zunächst „The Little Magyar“  diese Stimmung hielt jedoch nicht lange an, denn die Stadtjugendkapelle und die StadtjugendKIDS ließen den kleinen Ungar immer ausgelassener und fröhlicher tanzen. So entwickelte sich das Stück zu einem rasanten Czárdás, der dem Publikum begeisterten Applaus entlockte. Mit der Zugabe „Baby Shark“ machte der Nachwuchs noch einmal richtig Stimmung im Saal, bevor nach der Pause das Sinfonische Blasorchester auf der Bühne Platz nahm und den schönen Nachmittag fortführte. 

Wie auch schon am Abend zuvor bedankte sich Henriette Varga am Ende des Konzertes bei allen helfenden Händen hinter den Kulissen, ohne die eine solche Veranstaltung kaum zu stemmen wäre. Die gute Organisation und die ausgezeichnete musikalische Leistung beider Orchester sorgten auch in diesem Jahr wieder für eine überwältigende Resonanz des Publikums, welche die die Musikerinnen und Musiker und Michael Meyer unglaublich stolz machte. So ging das märchenhafte Konzertwochenende voller schöner Momente für den Verein und sein Publikum zu Ende.

Sofia Schmidberger, März 2024

Musikerleistungsabzeichen: Feierliche Ehrung im Dachauer Schloss

Im feierlichen Rahmen des Schlosskonzerts wurden am Sonntag, den 17. März die Musikerinnen und Musiker geehrt, die im vergangenen Jahr erfolgreich die Prüfungen für ein Musikerleistungsabzeichen des Bayerischen Musikbundes abgelegt hatten. 

„Wir sind sehr stolz auf euch, dass ihr euch dieser Herausforderung gestellt habt“, so die beiden Jugendleiterinnen Vanessa Söllner und Iris Lindner. „Sowohl für die Theorie als auch Praxis muss man sich wirklich gut vorbereiten. Von Tonleitern auswendig lernen über Rhythmusdiktate bis hin zum Bestimmen von Intervallen und Musikepochen werden die musiktheoretischen Kenntnisse ausführlich geprüft. Und für das präzise Spielen der anspruchsvollen Vortragsstücke heißt es natürlich immer wieder: üben, üben, üben. All das habt ihr geschafft – es ist wirklich eine großartige Leistung, für die wir euch heute ehren möchten.“

Dass auch in diesem Jahr 15 Musiker und Musikerinnen aus den Reihen der Stadtkapelle Dachau bestanden haben, beweist nicht nur ihre hohe Motivation, sondern auch die ausgezeichnete musikalische Qualität, die jeder von ihnen an seinem Instrument zum Gesamtklang des Blasorchesters beiträgt. Nach dem feierlichen Überreichen der Urkunden und Anstecknadeln ernteten die jungen – und auch die schon etwas älteren 😉 – Musiker zu Recht großen Applaus und Anerkennung.

Das Musikerleistungsabzeichen D1 in Bronze haben bestanden: Kilian Bandt (Tuba), Sebastian Englmann (Saxophon), Zoraya Gentzsch Garcia (Querflöte), Leah Giesen (Saxophon), Amelie Grell (Querflöte), Marie Hempelt (Querflöte), Jakob Hornauer (Klarinette), Tamara Kleisinger (Saxophon), Thomas Schenk (Fagott), Anni Fee Woche (Saxophon).

Das Musikerleistungsabzeichen D2 in Silber haben bestanden: Mathieu Front (Schlagzeug), Raphaël Front (Posaune), Tobias Hielscher (Euphonium), Julian Niedermayer (Schlagzeug), Theodor Sellschopp (Trompete).

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Sofia Schmidberger, März 2024

 

Sinfonisches Blasorchester: Probenwochenende 2024 in Alteglofsheim

Das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Dachau ist mit dem alljährlichen Probenwochenende in das musikalische Jahr 2024 gestartet. 78 Musiker und Musikerinnen, zwei Dirigenten und zwei Dozenten verbrachten das vergangene Wochenende vom 26. bis 28. Januar in der Bayerischen Musikakademie Alteglofsheim, um sich gemeinsam auf die Jahreskonzerte unter dem Motto „Mythen und Märchen“ vorzubereiten. 

Das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Dachau beim Probenwochenende 2024 in der Bayerischen Musikakademie Alteglofsheim

Die intensive Probenarbeit begann am Freitag Abend mit der ersten Gesamtprobe, bei der Dirigent Michael Meyer seinen Freund und Studienkollegen Thomas Ratzek als Gastdirigenten vorstellte. Dieser hatte das SBO auch beim Probenwochenende 2020 schon begleitet und beide Seiten freuten sich sehr über die erneute Zusammenarbeit.

Nach einem ersten Eindruck von den herausfordernden Stücken und dem aktuellen Stand des Orchesters griff Thomas Ratzek schließlich selbst zum Taktstock und bereicherte die Probe neben wertvollen Impulsen zu Atmung, Phrasierungen und Emotionen auch mit viel Motivation und Humor. So forderte er beispielsweise die Schlagzeuger auf, dem tiefen Blech doch mal ordentlich in den Hintern zu treten – natürlich nur musikalisch! Die gute Stimmung während der ersten erfolgreichen Probe setzte sich anschließend beim gemütlichen Beisammensein im Kapellenstüberl fort und die Musikerinnen und Musiker ließen den Abend mit Getränken, guten Gesprächen und viel Spaß ausklingen. 

Am Samstag standen der Vormittag und der Nachmittag ganz im Zeichen von Registerproben. In den imposanten Sälen des historischen Schlosses arbeiteten die einzelnen Instrumentengruppen unter der Anleitung von erfahrenen Dozenten an den schwierigen technischen Stellen des Konzertprogramms. Dies verlangte sowohl den Dozenten als auch den Musikern viel Ausdauer und Konzentration ab, doch wie immer gab es auch viel Zeit für Spaß und zum Lachen. Zum Beispiel, wenn wieder einmal ein verschämter Nachzügler den Probenraum mit den Worten „Entschuldigung, ich habe mich verlaufen“ betrat – in jedem anderen Jahr eine faule Ausrede, in Alteglofsheim dank der langen, verschachtelten Laufwege ein durchaus legitimer Grund. 😉

Bei der Gesamtprobe am Abend wurden die einzelnen Register schließlich wie ein harmonisches Puzzle wieder zu einem vollständigen Klangbild zusammengesetzt. Vor allem bei den beiden anspruchsvollsten Stücken „Lexicon of the Gods“ und „Max und Moritz“ war eindrucksvoll zu hören, wie sehr sich die harte Arbeit gelohnt hatte. Sowohl Michael Mayer als auch Thomas Ratzek lobten die Musikerinnen und Musiker für den großen Fortschritt: „Ihr seid ein tolles Orchester mit einem wahnsinnigen Klang. Es ist wirklich der Hammer, was ihr da abliefert.“

Gesamtprobe des SBO unter der Leitung von Michael Meyer

So waren sich um 22 Uhr alle einig, dass sie es nach dem anstrengenden, aber effektiven Tag verdient hatten,  in den geselligen Feierabend zu starten. Das Wochenende wurde dann am Sonntag Vormittag mit einer letzten gemeinsamen Probe beendet, bevor sich alle Musiker nach dem Mittagessen in den ersten Strahlen der Frühlingssonne wieder auf den Heimweg machten.

In den kommenden Wochen wird das Orchester weiter am Programm arbeiten, um diesem den perfekten musikalischen Feinschliff zu geben.

Der Kartenvorverkauf für die Jahreskonzerte am 16. und 17. März läuft ab 27. Februar direkt über die Stadtkapelle und die aktiven Musiker. Reservierungen können per Mail an karten.stadtkapelledachau@gmail.com geschickt werden.

Sofia Schmidberger, Januar 2024

„Mythen und Märchen“ – Einladung zu den Jahreskonzerten 2024

Unter dem Motto „Mythen und Märchen“ laden das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Dachau und die Nachwuchsorchester StadtjugendKIDS und Stadtjugendkapelle zu den traditionellen Jahreskonzerten in den Herkulessaal des Dachauer Schlosses ein.

Die Konzerte finden am Samstag, 16. März 2024 um 19:30 Uhr und am Sonntag, 17. März 2024 um 15:00 Uhr im Barocksaal des Dachauer Schlosses statt.

 Unter der Leitung von Dirigent Michael Meyer entführt Sie das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Dachau e.V. in diesem Jahr in eine epische Welt der Mythen und Märchen. Lauschen Sie den imposanten Klängen der griechischen Götter aus „Lexicon of the Gods“. Heroisch erklingen der Held Perseus, Penthos, der Geist der Trauer und Klage sowie der Göttervater Zeus.

Erleben Sie als weiteren Höhepunkt in „Szenen aus: Max und Moritz“ vier Streiche der bekannten Lausbuben. Die beiden erschaffen ein abwechslungsreiches Klangerlebnis durch ihre chaotischen Ideen und deren moralische Konsequenzen.

Zahlreiche Mythen ranken sich auch um die Hexenverfolgungen im Mittelalter. Tauchen Sie mit „The Witch and the Saint in eine Geschichte von Zwillingsschwestern ein, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Die tugendhafte Heilige steht den dunklen Geheimnissen der Mächtigen entgegen.

Am Sonntag begrüßen Sie in der ersten Konzerthälfte unsere Nachwuchsorchester StadtjugendKIDS und Stadtjugendkapelle mit ihrem märchenhaften Programm rund um „Das tapfere Schneiderlein“. Freuen Sie sich auf geheimnisvolle Melodien aus „Der kleine Magier“ und lassen Sie den „Irischen Traum“ wie ein „Leuchtfeuer“ in Ihnen entfachen.

Begleiten Sie außerdem in „Harry Potter und der Feuerkelch“ den jungen Zauberer in seine magische Welt und bestreiten Sie mit ihm das Trimagische Turnier. Bei dem er die Aufgaben rund um das goldene Drachenei, den großen See und das magische Labyrinth meistert und am Ende sogar seinem Feind Voldemort gegenübersteht.

Durch den Abend und Nachmittag führt Sie wie immer Dominik Härtl mit seiner abwechslungsreichen und humorvollen Moderation.

 

So kommen Sie an Karten

Der Kartenvorverkauf läuft ab 27. Februar direkt über die Stadtkapelle und die aktiven Musiker. Reservierungen können per Mail an karten.stadtkapelledachau@gmail.com geschickt werden.

Es gibt Platzkarten zu 15€ (Kategorie 1) und 12€ (Kategorie 2), sowie ermäßigte Karten für Schüler, Studenten und Rentner (gegen Nachweis) zu 12€ (Kategorie 1) und 9€ (Kategorie 2).

Verkaufstage im Musikheim der Stadtkapelle sind Dienstag, 27. Februar / 5. März / 12. März jeweils von 18:00-19:00 Uhr und Mittwoch, 28. Februar / 6. März / 13. März jeweils von 17:30-19:00 Uhr. Die Adresse des Musikheims ist Burgfriedenstraße 7, 85221 Dachau. Reservierte Karten können an den Verkaufstagen oder an der Abendkasse abgeholt werden.

Öffnung der Abendkasse, der Garderobe und des Ausschanks sowie Saaleinlass ist jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn.

Die Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle freuen sich auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

Vanessa Söllner, Januar 2024